Die Seele kann ein Meer sein, Aber auch - ein Tümpel, Verjaucht, und angefüllt Mit irdischem Gerümpel . . .
Ist sie ein Meer, So hält sie, gleich den Meeren, Sich selber immerfort bewegt und rein. Ist sie ein See, So wird in gleicher Weise Sie selbst sich Klärung Durch lebendige Bewegung sein. Und auch als Teich Kann sie sich selber klären, Mag das nach Stürmen Auch recht lange währen.
Ist sie jedoch ein Tümpel, Gibt sie allem Abfall Raum, Verwest als trüber Pfuhl Und - fühlt es kaum.
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Ornament
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Die Seele kann ein Dom sein, Aber auch - ein Stall, - Ein enger Pferch - Und auch - ein Weltenall . . .
Durch alles, was sie geben kann, Und was sie nimmt, Wird ihr die innere Gestalt, Und wird ihr Fassungsraum bestimmt.
Was ihrem Raume nicht entspricht, Muss sie gelassen lassen, - Nur was er in sich fasst, Kann sie in Wahrheit "fassen".
Zum Segen aber wird der Seele Alles, was den Raum ihr weitet, Und wieder Segen Durch sie selbst verbreitet.
Doch muß sie ständig auf der Hut Vor Neid und Hass und Härte sein, Denn Neid, wie Hass und liebelose Härte, Engt jeder Seele Raum bis zur Vernichtung ein.
Aus: Leben im Licht
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